Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung (SIIP)

Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung (SIIP)

Die „Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung“ soll die künftige Zusammenarbeit der fachlich Zuständigen für soziale und grüne Infrastruktur auf Senats- und Bezirksebene für eine integrierte räumliche Infrastrukturplanung absichern.

Mit Blick auf die dynamische Bevölkerungsentwicklung der Stadt Berlin werden eine funktionierende und mitwachsende soziale und grüne Infrastruktur sowie eine gemeinsam beschlossene Vorgehensweise im Umgang mit Flächen benötigt. Daher wurde die „Strategie zur integrierten Infrastrukturplanung“ (kurz „SIIP“), federführend durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und gemeinsam mit allen fachlich Zuständigen für die Einrichtungen und Flächen der sozialen und grünen Infrastruktur auf Senats- und Bezirksebene, erstellt. Jahn, Mack & Partner wurde mit der Konzipierung, Organisation und Durchführung des Projektes beauftragt.

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Inhalt dieser Strategie sind u.a.:

  • die Verständigung auf Grundsätze als notwendige Rahmenbedingungen und abgestimmte Zielsetzungen für die Erarbeitung der SIKo in den Bezirken
  • die Aufstellung von Erfolgsfaktoren/ Mindeststandards für eine inhaltliche und zeitliche Harmonisierung der Planungsgrundlagen und –verfahren zur Einbindung der Fachplanungen in die integrierte räumliche Infrastrukturplanung (als Erkenntnis der SIKo-Prozessbegleitung (LINK JMP-Website) aus der Evaluierung des SIKo-Prozesses 2016)
  • die Weiterentwicklung der Soziale Infrastruktur-Konzepte (SIKo) als bezirkliches Instrument der integrierten Flächenbetrachtung und Bedarfsdarstellung für den ämterübergreifenden Abstimmungsprozess im Bezirk
  • der Aufbau des Soziale Infrastruktur-Flächeninformationssystems (SoFIS) als technisches Instrument zur Unterstützung des bezirklichen SIKo-Prozesses
  • die Beförderung von Mehrfachnutzungen (MFN) als strategisches Instrument der effizienten Nutzung knapper Flächen und Gebäude im Land Berlin
  • die Optimierung der Flächenbereitstellung und -sicherung (Flächenmanagement) zur Identifizierung von bezirklichen Flächenpotenzialen als Grundlage für den bezirklichen SIKo-Prozess
  • die Etablierung einer Koordinationsstruktur für Infrastrukturplanungen zur Beförderung integrierter räumlicher Planungsprozesse

Der Prozess ist im 3. Quartal 2019 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung gemeinsam mit Vertretungen der Senats- und Bezirksfachverwaltungen gestartet. Seitdem fanden kontinuierlich bilaterale Gespräche mit den Vertretungen beider Ebenen statt. Die Ergebnisse sind in den Ergebnisbericht sowie dessen Anlagen eingeflossen.

Darüber hinaus wurden für diesen Prozess die Koordinierungsgruppe SIIP (bestehend aus fachlichen Vertretungen der Senats- und Bezirksebene) und die Steuerungsgruppe SIIP (bestehend aus Abteitungsleitungen der Senatsressorts und vier benannten Bezirksstadträt*innen als politische Vertretungen) eingerichtet. Sitzungen fanden prozessbegleitend und anlassbezogen statt.

Der Ergebnisbericht ist Anlage für den im 1. Quartal 2021 angestrebten Senatsbeschluss und Beschluss des Rates der Bürgermeister.



Berlin Mitte | Kooperatives Standortmanagement Berlin Mitte

Berlin Mitte | Kooperatives Standortmanagement Berlin Mitte

Die Büros Jahn, Mack & Partner und urbos wurden mit dem Aufbau eines Netzwerkes aus Wirtschaftsakteur*innen für den Stadtraum „mitten in berlin“ beauftragt.

In 2016 erstellte Jahn, Mack & Partner ein „Programm für ein Kooperatives Standortmanagement für die Berliner Mitte“, im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Im Juni 2018 wurden die Büros Jahn, Mack & Partner und urbos durch die Wirtschaftsförderung Mitte, in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Friedrichshain-Kreuzberg und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, mit dem Aufbau eines Standortmanagements für die Berliner Mitte beauftragt. Dessen Gebiet orientiert sich über die Bezirksgrenzen hinaus an den lebensweltlich orientierten Räumen (LOR) und dem im Stadtentwicklungskonzept 2030 (Die Berlin Strategie) dargestellten Transformationsraum Berlin Mitte.

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Die wesentlichen Aufgaben des Standortmanagements waren:

  • Der Aufbau eines Netzwerks von Wirtschaftsakteur*innen, im Stadtraum vom Alexanderplatz über Hauptbahnhof/ Europacity, Gleisdreieck/ Kulturforum, südl. Friedrichstadt/ Mehringplatz und historische Mitte/ Köllnischer Park. Hierfür gab es neben ausgewerteten Startgesprächen mit 30 Akteur*innen, vielfältige Gespräche, Veranstaltungen und einen kurzen abschließenden Fragebogen.

 

  • Das Setzen von inhaltlichen und räumlichen Schwerpunkten für das Gebiet. Diesbezüglich herausgearbeitete inhaltliche Schwerpunkte sind „Verkehr und verkehrliche Infrastruktur“, „öffentlicher Raum, Grün- und Freiflächen“, „Standorte und Erdgeschosse (Relation EG-/Außenraum)“ und „Tourismus – Verknüpfung von Standorten und Quartieren“.

 

  • Der Aufbau einer Kommunikationsstruktur für den Dialog zwischen verschiedenen Verwaltungen sowie zwischen Verwaltung und Akteuren. Als zentrales Informations- und Austauschformat für die Netzwerkakteure gab es Netzwerktreffen und Fachkolloquien. Des Weiteren wurde die Internetseite mitteninberlin.com, einschließlich einer interaktiven Karte Letztere gibt Aufschluss über aktuelle Standortentwicklungen, bedeutende Kultur- und Tourismusorte, die Standorte der Netzwerkakteur*innen und vieles mehr.

 

Im Laufe des Arbeitsprozesses konnte für Netzwerk und Stadtraum die gemeinsame Bezeichnung „mitten in berlin“ gefunden werden, die trotz der starken Heterogenität des betrachteten Gebietes und seiner Akteur*innen, auf die einheitliche Wahrnehmung aller Beteiligten, als Aktive in der Mitte Berlins verweist. Des Weiteren wurden gemeinsam Teilraumprofile entwickelt, welche die einzelnen Teilräume und ihre Charakteristika beschreiben.

Die inhaltlichen Schwerpunktthemen wurden auf der Veranstaltungsreihe mitten in berlin, bestehend aus Netzwerktreffen und Fachkolloquien, gemeinsam mit allen interessierten Netzwerkakteur*innen und Fachleuten behandelt.

Darüber hinaus wurde für den Schwerpunktraum des Standortmanagements, der Leipziger Straße zwischen Charlottenstraße und Spittelmarkt, eine „AG mitten in berlin“ gegründet, die lokale Akteur*innen bei der Initiierung und Durchführung von Projekten unterstützt, im Rahmen derer die vier Schwerpunktthemen exemplarisch für den gesamten Stadtraum bearbeitet werden.

Im zweijährigen Arbeitsprozess wurden durch das Standortmanagement zwei Publikationen erstellt, die das Netzwerk, den Raum mitten in berlin und das Standortmanagement vorstellen

2018 – „Netzwerk im Dialog“ und

2020 – „Teilraumprofile und Themen“

 

Begleitet wurde der Prozess durch eine Lenkungsrunde der Bezirksstadträte/-bürgermeister für Stadtentwicklung bzw. Wirtschaft aus Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg sowie Abteilungsleitungen bzw. Staatsekretärinnen der Senatsverwaltungen Stadtentwicklung und Wohnen, Wirtschaft, Energie und Betriebe, Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und Kultur.