Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf | Gebietssteuerung für das Städtebaufördergebiet Charlottenburger Norden
Nach erfolgreicher Erarbeitung des ISEKs im Jahr 2017 wurde Jahn, Mack & Partner vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf mit der Gebietssteuerung im Programm Nachhaltige Erneuerung beauftragt.
Der Charlottenburger Norden ist ein Fördergebiet im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, das sich im Nordwesten Berlins zwischen den Stadtteilen Tegel, Siemensstadt und Wedding befindet. Das Gebiet ist von bedeutenden Verkehrswegen wie den Autobahnen A100 und A111 sowie dem Westhafenkanal durchzogen und städtebaulich durch in Teilen denkmalgeschützten weitläufigen Wohnsiedlungen aus den 1920er bis 50er Jahren geprägt, die teilweise durch bekannte Architekten wie Hans Scharoun und Otto Bartning erbaut wurden.
Im Jahr 2017 wurde der Charlottenburger Norden in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“, jetzt „Nachhaltige Erneuerung“, mit der Erarbeitung eines ISEKs aufgenommen.
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Zu Beginn standen besonders die öffentlichen Grünanlagen und Spielplätze im Fokus der Aktivitäten, da diese in einem schlechten Zustand waren und dringend erneuert werden sollten. Ein wesentlicher Meilenstein in diesem Handlungsfeld war die Fertigstellung des Grünzugs Halemweg-Popitzweg. Die Eröffnung des letzten Bauabschnittes wurde Ende Mai 2024 im Rahmen eines Nachbarschaftsfestes gefeiert. Ein großes Potenzial für Freizeit und Erholung bildet nach wie vor der Volkspark Jungfernheide mit seinen zahlreichen Aktivitätsangeboten. Als Starterprojekt in 2018 konnte das am Rand gelegene Familienzentrum eröffnet werden. In 2019 führten wir hier eine öffentliche Zukunftswerkstatt durch, um zukünftige Chancen und Potenziale sowie Anpassungsbedarfe an die sich ändernden Nutzungsanforderungen zu eruieren.
Aufgrund der drängenden Bedarfe zum Ausbau der Bildungsinfrastruktur und auch bereits begonnener Großvorhaben wie dem Neubau des Oberstufenzentrums für Sozialwesen „Anna-Freud“ am Halemweg seitens der Senatsbildungsverwaltung, liegt seit Beginn der Förderkulisse hier ein Schwerpunkt der Aktivitäten. In einem umfangreichen Abstimmungsprozess mit den beteiligten Fachämtern, den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wohnen sowie Bildung, Jugend und Wissenschaft und den ortsansässigen Trägern wurden erste Voraussetzungen für die städtebauliche Entwicklung des Nahversorgungs- und Bildungszentrums am Halemweg geschaffen.
Des Weiteren wurde in 2023/24 ein Verkehrsberuhigungskonzept erstellt, welches jetzt schrittweise durch verschiedene Kreuzungsumbauten bis zum Laufzeitende umgesetzt werden soll.
Darüber hinaus unterstützen wir die Öffentlichkeitsarbeit, etwa durch die Mitgestaltung der Stadtteilzeitung „Charlie“ und die Organisation von Informationsveranstaltungen, wie dem jährlich stattfindenden Tag der Städtebauförderung. Ziel ist es, die Bevölkerung laufend über Projekte zu informieren und eine breite Beteiligung zu ermöglichen.





